Noch gibt es keine neuen gesetzlichen Bedingungen zum Mieterstrom
13.03.2017

Gesetz für Mieterstrom soll bis zur Sommerpause umgesetzt werden

Laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums könnten ca. 3,8 Millionen Mieterhaushalte Solarstrom vom Dach beziehen. Um dieses weitgehend brachliegende Potenzial zu nutzen, müssten die derzeitigen Hürden jedoch abgebaut werden.
  

Immer noch wird Mieterstrom gegenüber dem sogenannten Eigenverbrauch schlechter gestellt, denn die Mieter*innen müssen auf den im Gebäude verbrauchten Strom eine 100 %ige EEG-Umlage zahlen, während Eigenheimbesitzer*innen bei kleinen Anlagen unter 10 kW gar keine und bei größeren Anlagen nur eine 40%ige EEG-Umlage auf den selbst genutzten Solarstrom zahlen müssen. Eine weitere Hürde sind die Anforderungen an das Zählerkonzept. Hier gibt es bislang keine verbindlichen einheitlichen Vorgaben.
Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) ist eine Verordnungsermächtigung zur Gleichstellung von Mieterstrom mit dem solaren Eigenverbrauch vorgesehen. Bislang wurde diese Maßnahme zur Förderung des Mieterstroms aber noch nicht in Angriff genommen. Diese Verordnung soll laut Bundeswirtschaftsministerin bis zur Sommerpause umgesetzt werden. Die Ungleichheit zwischen Mieter*innen und Eigenheimbesitzer*innen könnte so verringert und die Energiewende befeuert werden.