Wichtige Fragen

Hier finden Sie die Antworten auf zentrale Fragen zu Photovoltaik (Sonnenstrom), zu Solar-
thermie zur Warmwasserbereitung oder Solarthermie zur Heizungsunterstützung.

Photovoltaik

Was versteht man unter Photovoltaik?
Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in hochwertigen Strom. Photovoltaikanlagen bestehen dabei aus Solarmodulen, die mehrere Solarzellen enthalten sowie aus Wechselrichtern, Einspeisezählern und entsprechenden Elektroinstallationen.

Reicht die Sonnenstrahlung in Deutschland für den effizienten Betrieb einer Solaranlage?
Auch in Deutschland sind beste Voraussetzungen für eine Nutzung der Sonnenenergie gegeben. Und innerhalb Deutschlands unterscheiden sich die Global­strahlungswerte nur um +/- 15 Prozent. Durch­schnittlich schickt uns die Sonne auf einen Quadrat­meter Fläche pro Jahr ca. 1.000 kWh Energie. Dies entspricht rund 100 Liter Heizöl. Zwei Drittel der Ein­strahlung entfallen auf die Sommer­monate. Unterschiede zwischen Sommer und Winter ergeben sich aus dem Einstrahlwinkel und der Sonnenscheindauer.

Was passiert mit dem Solarstrom?
Das kann jeder Produzent selbst wählen. Entweder wird der Strom selbst verbraucht oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Der eingespeiste Strom wird vergütet. Er ist dann nicht mehr von konventionell erzeugtem Strom unterscheidbar, sorgt aber durch das höhere Angebot an Strom dafür, dass weniger konventioneller Strom produziert werden muss, um unseren Bedarf zu decken.

Warum sollte ich auf Sonnenenergie umsteigen?
Auf lange Sicht werden die erneuerbaren Energieträger eine unserer wichtigsten Energiequellen sein. Strom aus Photovoltaikanlagen wird in Zukunft selbstverständlicher Bestandteil des Strommixes sein. Darüber hinaus sind sie der erste Schritt zur Unabhängigkeit von zentralen Energieversorgern und von steigenden Energiepreisen. Der Einbau einer Solaranlage steigert zudem den Wert der Immobilie.
Erzeugt die Anlage eigentlich mehr Strom, als für ihre Herstellung benötigt wird?
Die Zeit, die kristalline Solarzellen brauchen um die Energie zu erzeugen, die für ihre Produktion gebraucht wurde, beträgt ca. 3 Jahre. Die energetische Amortisationszeit von Dünnschichtsolarzellen beträgt nur 1 bis 2 Jahre. Eine Photovoltaik-Anlage kann gut und gerne 30 Jahre Strom produzieren und leistet damit also einen großen Beitrag für die Umwelt und unser Klima.

Kann Sonnenenergie meinen Strombedarf komplett decken?
An sonnigen Tagen produziert eine Solaranlage mehr Energie als im Haushalt verbraucht wird. Allerdings decken sich die Stromerzeugungszeiten nicht mit den Stromverbrauchszeiten, denn Strom wird auch bei Dunkelheit - und natürlich auch an trüben Tagen - benötigt. Im Jahresdurchschnitt wird häufig ein Eigenverbrauch von 30 Prozent erreicht. Es lohnt sich, möglichst viel Solarstrom in den eigenen vier Wänden zu verbrauchen, denn so spart man den teuren Stromeinkauf.
Um den Eigenverbrauch zu steigern, werden immer mehr Geräte angeboten, die in Kombination mit einem Energiemanagementsystem flexibel auf die am jeweiligen Tag zu erwartende Solarstrommenge reagieren können. MIt Solarspeichern lässt sich der Eigenverbrauch weiter zu erhöhen, meist auf ca. 60 Prozent. Eine komplette Bedarfsdeckung ist jedoch auch mit Speicherbatterien nicht zu erreichen.

Solarthermie - Warmwasser mit der Sonne

Was versteht man unter Solarthermie?
Solarthermische (Solarwärme-) Anlagen bestehen in der Regel aus einem Sonnenkollektor, einem Warmwasserspeicher und der Regelungstechnik. Der Kollektor wandelt das Licht der Sonne in Wärme um, die dem Wasserspeicher zugeführt wird. Das gespeicherte warme Wasser dient zum Duschen oder Waschen. Auch die Unterstützung der Heizung ist möglich.

Reicht die Sonnenstrahlung in Deutschland für den effizienten Betrieb einer Solaranlage?
Auch in Deutschland sind beste Voraussetzungen für eine Nutzung der Sonnenenergie gegeben. Solarwärme-Anlagen können sowohl direkten Sonnenschein als auch diffuse Solarstrahlung nutzen. Innerhalb Deutschlands unterscheiden sich die Global­strahlungswerte nur um +/- 15 Prozent. Durch­schnittlich schickt uns die Sonne auf einen Quadrat­meter Fläche pro Jahr ca. 1.000 kWh Energie. Dies entspricht rund 100 Liter Heizöl. Zwei Drittel der Ein­strahlung entfallen auf die Sommer­monate. Unterschiede zwischen Sommer und Winter ergeben sich aus dem Einstrahlwinkel und der Sonnenscheindauer.
 
Warum sollte ich auf Sonnenenergie umsteigen?
Auf lange Sicht werden die erneuerbaren Energieträger eine unserer wichtigsten Energiequellen sein. Eine Solarwärmeanlage wird in Zukunft zum selbstverständlichen Bestandteil eines modernen Hauswärmekonzeptes gehören. Darüber hinaus ist sie der erste Schritt zur Unabhängigkeit vom zentralen Energieversorger und von stei­genden Energiepreisen. Der Einbau einer Solaranlage steigert zudem den Wert der Immobilie.

Ist mein Haus solar-geeignet?
Es bestehen viele Möglichkeiten, die Solaranlage architektonisch zu integrieren und damit das Ge­bäude "auf­zu­werten". Eine Dachfläche mit der Ausrichtung zwischen Südost und Südwest und einer Neigung von 20 bis 60 Grad ist am besten geeignet. Solarkollektoren können auch auf West- oder Ost­dächern installiert werden. Mit einer vergrößerten Kollektorfläche kann der gleiche Energieertrag er­zielt werden wie unter optimalen Be­ding­ung­en. Aufstellungen auf Flachdächern oder im Garten und Wandmontagen sind ebenfalls möglich.
 
Wie viel Platz brauche ich für eine Solarwärmeanlage?
Als Anhaltspunkt bei der Dimensionierung einer Solaranlage für die Brauchwassererwärmung im Ein- und Zwei­familienhaus ergibt sich bei einem mittleren Warmwasserverbrauch (40 Liter pro Person und Tag bei 45 Grad Celsius) eine Kollektorfläche von 1,2 bis 1,5 m² pro Person. Der Solar-Warmwasserspeicher benötigt eine Stellfläche von etwa 1 m² und eine Höhe von ca. 2 m. Der Einbau einer Solaranlage ist in zwei bis drei Tagen erledigt.
 
Kann Sonnenenergie meinen Warmwasserbedarf komplett decken?
Von Mai bis September ist die vollständige Deckung des Warmwasserbedarfs bei normaler Dimen­sionierung der Solaranlage kein Problem. Um auch im Winter das Warmwasser zu 100% solar zu er­zeugen, müsste man die Kollektorfläche verzehnfachen. Angesichts der Kosten und des Energie­überschusses im Sommer ist dies nicht sinnvoll. Mit einer richtig dimensionierten Anlage können Sie etwa 65 Prozent des jährlichen Bedarfs an warmem Brauchwasser mit Sonnenenergie decken.
 
Was geschieht an trüben Tagen?
Auch an bewölkten Tagen sorgt die diffuse Strahlung für eine gewisse Erwärmung des Kollektors. Die Solaranlage dient dann der Kaltwasser-Vorerwärmung. Der Rest kommt von der Heizung. So genannte Brennwertgeräte arbeiten am effektivsten, da sie auch die Kondensationswärme im Abgas nutzen.

Ist die solare Warmwasserbereitung rentabel?
Langfristig gesehen: ja! Denn mit thermischen Solaranlagen spart man bis zu 65 Prozent der für die Warmwasserbereitung benötigten Energie bzw. in Bremen jährlich ca. 1.500 bis 2.500 kWh (entsprechend 200 bis 330 Liter Öl). Die rein betriebswirtschaftliche Überlegung vergisst zudem, dass sich der Einsatz umweltfreundlicher Energie schon jetzt für zukünftige Generationen lohnt.

Solarthermie - Heizen und Warmwasser mit der Sonne

Ist mein Haus speziell für Anlagen mit Heizungsunterstützung geeignet,?
Für Anlagen zur Heizungsunterstützung ist eine Dachfläche mit der Ausrichtung zwischen Südost und Südwest und einer Neigung von 40 bis 60 Grad ist am besten geeignet, um in den Übergangsmonaten mehr Sonnenenergie zu ernten.

Wie viel Platz brauche ich für eine Solarwärmeanlage mit Heizungsunterstützung?
Für eine Solarthermische Anlage mit Heizungsunterstützung benötigt man Kollektorflächen von 10 bis 20 m² und einen Pufferspeicher mit einem Volumen von 750 - 1.500 Litern Heizungswasser. Für den Solar-Warmwasserspeicher ist eine Stellfläche von etwa 1 m² und eine Höhe von ca. 2 m einzuplanen.

Kann Sonnenenergie meinen Heizungsbedarf komplett decken?
Im Gegensatz zum Brauchwasserbedarf, der das ganze Jahr über relativ konstant ist, ist der Heizenergiebedarf im Winter hoch, wenn die Sonneneinstrahlung gering ist. Im Sommer ist dagegen viel Sonnenenergie verfügbar, benötigt wird jedoch nur Energie für die Warmwasserbereitung. Für ein Einfamilien­haus ist daher der Einsatz zur Unterstützung der Raumheizung in den Übergangs­zeiten sinnvoll. Mit einer solchen Anlage können je nach Dämmzustand des Hauses bis zu 25 Prozent des Gas- oder Öl­bedarfs eingespart werden, was zusammen mit der Einsparung bei der Warmwasserbereitung bis zu 4.500 kWh pro Jahr bzw. bis zu 600 Litern Öl entspricht.

Ist die solare Heizungsunterstützung rentabel?
Langfristig gesehen: ja! Denn mit thermischen Solaranlagen spart man bis zu 65 Prozent der für die Warmwasserbereitung benötigten Energie und bis zu 25 Prozent des Gas- oder Öl­bedarfs zum Heizen. Dies entspricht bis zu 4.500 kWh pro Jahr bzw. ca. 600 Litern Öl. Von den Preisntwicklungen der konventionellen Energieträger ist man also ein ganzes Stück weit unabhängiger. Die rein be­triebswirtschaftliche Über­le­gung vergisst zudem, dass sich der Einsatz umweltfreundlicher Energie schon jetzt für zukünftige Generationen lohnt.